Herr K. hatte in seinem Leben immer wieder psychische Probleme. Diese verstärkten sich massiv während der Corona-Pandemie. Sein Arzt verschrieb ihm ein Medikament gegen Angststörungen. In der Hoffnung auf eine noch bessere Wirkung nahm Herr K. mehr von dem Medikament ein als verordnet. Die Überdosis führte jedoch zu Wahnvorstellungen – Herr K. erkannte die Menschen in seinem Umfeld nicht mehr und fühlte sich bedroht. Er nahm sich ein langes Messer aus der Küchenschublade und drohte „alle umzubringen“. Dann machte er Anstalten, aus dem Fenster seiner Wohnung zu springen. Aus dem 4. Stock. Seine Lebensgefährtin erzählte der Polizei später, Herr K. sei eigentlich ein friedfertiger und freundlicher Mensch. „So haben wir ihn noch nie gesehen“, hieß es auch von den Nachbarn. Die Pandemielage schlägt sich auf die Psyche vieler Menschen nieder. Die Reduzierung der sozialen Kontakte und der erschwerte Zugang zu Hilfsangeboten können Lebenskrisen mitverursachen oder vorhandene psychosoziale Prob...